Morgen!

Donnerstag, 12. November 2009 - 21:26

Ich bin gestresst und müde, irgendwie bestand mein freier Tag gestern auch fast nur aus Unikram und Haushaltssachen; heute habe ich daher ein Seminar ausfallen lassen und bin zwei Stunden früher nach Hause gefahren, ich brauche Zeit.

Nun noch packen, bald ins Bett fallen – und morgen früh los Richtung Weissenhäuser Strand zum Plage Noire.
Ich freu’ mich!


Filme der letzten Tage.

Dienstag, 10. November 2009 - 08:57

Wächter der NachtWächter der Nacht:

Romanverfilmung nach Sergej Lukianenkos „Wächter der Nacht“ – es geht um die „Anderen“, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Menschen mit übersinnlichen Begabungen, die seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen leben. Es gibt die Wächter der Nacht und die Wächter des Tages, die das Licht beziehungsweise die Finsternis repräsentieren; das Gleichgewicht wird durch einen Waffenstillstand zwischen beiden Seiten garantiert – doch eine uralte Prophezeihung besagt, dass eines Tages ein Anderer kommen wird, der mächtiger ist als alle Anderen zu vor und den Kampf zwischen Licht und Dunkel entscheiden wird.

Leider nicht ganz wie das Buch, soweit ich das in Erinnerung habe – aber ein guter, sehenswerter Film.

[Trailer]

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Waechter des TagesWächter des Tages:

Fortsetzung zu „Wächter der Nacht“. Leider noch weniger wie das Buch und sehr actionlastig – nachdem der Film allerdings den ersten Teil abschließt (mehr als die Produktion der zwei Filme war und ist in Russland offenbar nicht geplant, auch wenn es vier Bücher gibt), kann man ihn sich allerdings trotzdem ganz gut ansehen.

[Trailer gibt es derzeit leider keinen guten, folgt daher eventuell noch]

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I am SamIch bin Sam (I am Sam):

Der Kampf eines geistig behinderten Vaters um das Sorgerecht für seine Tochter, als sie sieben wird und somit seine geistigen Fähigkeiten erreicht, weswegen das Jugendamt sie in eine Pflegefamilie geben möchte.

Ein sehr berührender, schöner Film – und auf Englisch garantiert Welten besser als in der deutschen Synchronisation.

[Trailer (englisch)]


Kennzeichnung von Polizeibeamten.

Samstag, 07. November 2009 - 13:49

Vor allem seit den Vorkommnissen auf der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin vor ca. zwei Monaten war die Kennzeichnung von Polizeibeamten zur Verhinderung von Polizeigewalt Gesprächsthema – laut taz-Artikel von heute tut sich dahingehend inzwischen sogar mehr.
Bislang waren die Forderung von den Innenministern der Länder stets abgelehnt worden; in Berlin werden nun aber ab nächstem Jahr alle Polizeibeamten mit einer individuellen Nummer gekennzeichnet, um im Falle ungerechtfertigter Gewalt gegen Demonstranten etc. besser ermitteln zu können. Auch Brandenburg, Bremen und Sachsen-Anhalt sind gegenüber der Idee aufgeschlossen – ansonsten stehen die Länder dem Vorschlag jedoch nachwievor ablehnend gegenüber, teilweise mit etwas obskuren Begründungen. In Mecklenburg-Vorpommern z.B. geht man davon aus, dass „Polizeibeamte nach Recht und Gesetz handeln“, was zwar in den meisten Fällen stimmt – aber nunmal nicht in allen.
Dass Namensschilder abgelehnt werden, ist verständlich – aber eine generelle Identifizierungsmöglichkeit sollte meiner Meinung nach doch bestehen. In Krankenhäusern ist das Personal schließlich auch verpflichtet, durch Namensschilder identifizierbar zu sein, falls ein Patient Beschwerde gegen unangemessenes Verhalten oder ähnliches einreichen möchte – in der Psychiatrie ist das manchmal etwas unschön, wenn Patienten mit Psychosen deinen Namen wissen und dich in ihre Wahnvorstellungen einbauen können; aber der Grund für die Schildchen ist definitiv gerechtfertigt. [Laut meinen damaligen FSJ-Kollegen ist es auch sehr selten, dass dadurch Unannehmlichkeiten für das Personal entstehen. Man sollte halt lieber nicht im Telefonbuch stehen, aber das bringt der Beruf mit sich.]

Berlin ist ein erster Schritt – ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Und hoffentlich gibt es irgendwann eine bundesweite Regelung, durch die Übergriffe durch Polizisten verhindert werden oder zumindest rückwirkend zur Anzeige gebracht werden können.


Nacht des Wissens, Hamburg.

Freitag, 06. November 2009 - 10:52

Morgen findet in Hamburg die 3. Nacht des Wissens statt. Von 17:00 bis 24:00 Uhr sind knapp 60 wissenschaftliche Einrichtungen für Besucher geöffnet; man kann sich dort Ausstellungen ansehen oder Vorträge anhören, teilweise gibt es auch Workshops – und die ganze Zeit über fahren kostenlose Shuttle-Busse zwischen den verschiedenen Einrichtungen.

Am Sonntag ist außerdem der letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres – es wäre also ein perfektes Wochenende. Einziges Problem: der Liebste muss lernen und ich wollte werde an meiner Hausarbeit arbeiten. Somit: vielleicht nächstes Jahr.


From Hell.

Donnerstag, 05. November 2009 - 08:48

from_hellOne day men will look back and say I give birth to the 20th century.“

Der Film basiert auf dem Graphic Novel From Hell. Es geht um die Morde Jack the Ripper’s an Prostituierten im London des 19. Jahrhunderts, die ein Inspektor namens Abberline aufklären soll, der durch seinen Opium-Konsum Visionen von den Morden hat.
Das Geniale am Film ist, dass er nicht nur ein spannender Thriller ist, sondern gleichzeitig die Lebensumstände seiner Zeit und den Beginn der Medialisierung (vor allem die Vermarktung von Grauen als Sensation durch die Boulevardpresse) und des Antisemitismus beleuchtet – in einem gewissen Sinne wird somit zwischen Dreck und Elend des Slums in Whitechapel der Keim der heutigen Gesellschaft dargestellt.

Sehr sehenswert!

[Trailer folgt noch. Wikipedia-Link nicht, der verrät zuviel - aber der Amazon-Text (klick aufs Bild) ist ganz gut.]


Hamburg.

Sonntag, 01. November 2009 - 13:18

Mein Wochenende:


Zwischenmeldung.

Donnerstag, 29. Oktober 2009 - 23:28

Lange Unitage sind anstrengend.
Immerhin, ich war dank verkürztem Seminar eine Stunde früher zuhause – aber es ist doch seltsam, die Haustür zu öffnen, sich umzuziehen und beim Blick auf die Uhr eine 22 vor dem Doppelpunkt zu lesen. Die DHL war natürlich da, während ich nicht da war, somit muss ich morgen früh noch zur Post, bevor ich zur Uni fahre – aber dann ist Wochenende, nur noch eine Vorlesung bis dorthin.

Müde.


Schwarz-gelb #2.

Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 18:41

Eigentlich klingt das alles ja gar nicht so übel, wenn man von noch mehr Staatsschulden, Atomkraftwerken etc. einmal absieht.
Aber wenn ich dann sowas sehe, kommt mir doch wieder das Gruseln…


Lesetag.

Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 13:55

Nachdem ich heute nicht zur Uni muss – Mittwoch ist mein freier Tag, was nach dem langen Dienstag ganz gut passt – und das Wetter ziemlich scheußlich ist [konstanter Regen, 10 Grad, grau], ist heute ein perfekter Lesetag. Die letzten Seiten von Stephenie Meyer’s The host [ein sehr schönes Buch, übrigens] habe ich heute früh gelesen – somit wartet nun Trudi Canavan’s Magie, das Prequel zur Gilde der schwarzen Magier – Reihe.

Und in ein paar Tagen sollte meine Amazon-Bestellung ankommen, dann hab’ ich erstmal mit Philosophie-Büchern zu tun – irgendwie sind die dieses Semester alle so dick… [nicht, dass mich das sonderlich stören würde - mal abgesehen von der Tatsache, dass ich sie immer mit zur Uni und zurück schleppen muss ;) ]


Jean-Louis Fournier – Wo fahren wir hin, Papa?

Dienstag, 27. Oktober 2009 - 12:46

fournier_wo-fahren-wir-hinKlappentext:
„Mathieu und Thomas schlafen.
Was mögen sie für Träume haben?
Träumen sie wie die Anderen?

Nachts träumen sie vielleicht,
dass sie klug sind.
Nachts sind sie vielleicht Absolventen
einer Elitehochschule.
Nachts ergründen sie vielleicht
Gesetze, Prinzipien, Theoreme.“

„Man sollte dieses Buch nicht nacherzählen. Der Einzige, der die richtigen Worte für diese Geschichte finden kann, ist Jean-Louis Fournier.“ (Le Monde)


Das Buch kam von Vorablesen, gekauft hätte ich es mir vermutlich eher nicht – aber kostenlose Bücher werden natürlich immer gelesen.
Fournier schreibt sehr offen und ehrlich über und an seine Söhne; manchmal ist gerade sein Zynismus allerdings sehr schwer zu ertragen, auch wenn durchscheint, dass unter all seiner Verbitterung über sein Schicksal durchaus noch Liebe zu seinen Kindern da ist. Es ist ein berührendes Werk, das ja, aber es ist auch aufwühlend und teilweise, wie gesagt, bis zum Unerträglichen zynisch.
Ein Minuspunkt war für mich der Schreibstil – die Absätze sind sehr kurz, maximal ein paar Seiten; dafür gibt es keine Kapitel, was mich persönlich gestört hat, da so kein klarer Schnitt vorhanden ist, an dem man eine Pause einlegen könnte. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, das Buch ist sehr dünn – aber dann hätten wenigstens die Absätze länger sein können…
Teilweise schreibt Fournier allerdings auch wunderschön, so dass es sich letztendlich für gewisse Passagen doch lohnt, das Buch zu lesen; auch wenn ich die Lobeshymnen darüber nicht nachvollziehen kann, so sehr überzeugt hat es mich nicht – aber wer weiß, vielleicht ist daran auch einfach nur die Übersetzung schuld.