Zwischenmeldung.

Donnerstag, 29. Oktober 2009 - 23:28

Lange Unitage sind anstrengend.
Immerhin, ich war dank verkürztem Seminar eine Stunde früher zuhause – aber es ist doch seltsam, die Haustür zu öffnen, sich umzuziehen und beim Blick auf die Uhr eine 22 vor dem Doppelpunkt zu lesen. Die DHL war natürlich da, während ich nicht da war, somit muss ich morgen früh noch zur Post, bevor ich zur Uni fahre – aber dann ist Wochenende, nur noch eine Vorlesung bis dorthin.

Müde.


Schwarz-gelb #2.

Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 18:41

Eigentlich klingt das alles ja gar nicht so übel, wenn man von noch mehr Staatsschulden, Atomkraftwerken etc. einmal absieht.
Aber wenn ich dann sowas sehe, kommt mir doch wieder das Gruseln…


Lesetag.

Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 13:55

Nachdem ich heute nicht zur Uni muss – Mittwoch ist mein freier Tag, was nach dem langen Dienstag ganz gut passt – und das Wetter ziemlich scheußlich ist [konstanter Regen, 10 Grad, grau], ist heute ein perfekter Lesetag. Die letzten Seiten von Stephenie Meyer’s The host [ein sehr schönes Buch, übrigens] habe ich heute früh gelesen – somit wartet nun Trudi Canavan’s Magie, das Prequel zur Gilde der schwarzen Magier – Reihe.

Und in ein paar Tagen sollte meine Amazon-Bestellung ankommen, dann hab’ ich erstmal mit Philosophie-Büchern zu tun – irgendwie sind die dieses Semester alle so dick… [nicht, dass mich das sonderlich stören würde - mal abgesehen von der Tatsache, dass ich sie immer mit zur Uni und zurück schleppen muss ;) ]


Jean-Louis Fournier – Wo fahren wir hin, Papa?

Dienstag, 27. Oktober 2009 - 12:46

fournier_wo-fahren-wir-hinKlappentext:
„Mathieu und Thomas schlafen.
Was mögen sie für Träume haben?
Träumen sie wie die Anderen?

Nachts träumen sie vielleicht,
dass sie klug sind.
Nachts sind sie vielleicht Absolventen
einer Elitehochschule.
Nachts ergründen sie vielleicht
Gesetze, Prinzipien, Theoreme.“

„Man sollte dieses Buch nicht nacherzählen. Der Einzige, der die richtigen Worte für diese Geschichte finden kann, ist Jean-Louis Fournier.“ (Le Monde)


Das Buch kam von Vorablesen, gekauft hätte ich es mir vermutlich eher nicht – aber kostenlose Bücher werden natürlich immer gelesen.
Fournier schreibt sehr offen und ehrlich über und an seine Söhne; manchmal ist gerade sein Zynismus allerdings sehr schwer zu ertragen, auch wenn durchscheint, dass unter all seiner Verbitterung über sein Schicksal durchaus noch Liebe zu seinen Kindern da ist. Es ist ein berührendes Werk, das ja, aber es ist auch aufwühlend und teilweise, wie gesagt, bis zum Unerträglichen zynisch.
Ein Minuspunkt war für mich der Schreibstil – die Absätze sind sehr kurz, maximal ein paar Seiten; dafür gibt es keine Kapitel, was mich persönlich gestört hat, da so kein klarer Schnitt vorhanden ist, an dem man eine Pause einlegen könnte. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, das Buch ist sehr dünn – aber dann hätten wenigstens die Absätze länger sein können…
Teilweise schreibt Fournier allerdings auch wunderschön, so dass es sich letztendlich für gewisse Passagen doch lohnt, das Buch zu lesen; auch wenn ich die Lobeshymnen darüber nicht nachvollziehen kann, so sehr überzeugt hat es mich nicht – aber wer weiß, vielleicht ist daran auch einfach nur die Übersetzung schuld.


Vorlesungsbeginn.

Sonntag, 25. Oktober 2009 - 22:19

Ab morgen beginnt für mich die Vorlesungszeit wieder, nach drei Monaten Semesterferien. Das Semester wird ungewohnt – nur einmal in der Woche früh aufstehen [morgen, 4:30 Uhr], dafür abends erst spät nach Hause kommen; irgendwie muss dann Sport noch in die Woche passen, aber das wird. Die ersten Tage werden vermutlich noch etwas chaotisch, bis sämtlicher organisatorischer Kram erledigt ist [erfahrungsgemäß sind die angedachten Seminarräume in Philosophie grundsätzlich zu klein, weswegen sich die Räume sowieso nochmal ändern...], bald neue Philo-Bücher bestellen [hoffentlich in zweisprachig, Sartre und Rousseau auf französisch lesen wäre toll! - auch wenn ich für die Prüfungen dann doch bei der deutschen Übersetzung bleibe ;) ] – und dann ab jetzt endlich das studieren, was ich studieren will und keine toten Wikingersprachen mehr lernen [auch wenn Altisländisch lustig war].

Ich freu’ mich!


E-Book Reader.

Freitag, 23. Oktober 2009 - 12:07

Ich glaube, ziemlich genau vor einem Jahr habe ich das erste Mal davon gehört, als in der Vorweihnachtszeit bei Thalia plötzlich Werbung für den Sony Reader gemacht wurde. Inzwischen gibt es nicht nur diesen, sondern auch den Amazon Kindle sowie einige hier weniger bekannte Reader, wie z.B. iLiad oder Cybook Gen3.

Die Gemeinsamkeit all dieser Reader besteht darin, dass versucht wird, der Vorlage des herkömmlichen Buches möglichst treu zu bleiben – der [meiner Meinung nach] einzige Vorteil ist somit, dass man mehrere Bücher im Format eines Buches gebündelt hat, was definitiv platzsparend ist [aber nicht mehr]. Nachteile fallen mir hingegen einige mehr ein: So z.B. das umständliche Blättern per Pfeiltasten [ich hab's ausprobiert - macht keinen Spaß], das Warten bis die neue Seite geladen ist; die fehlende Möglichkeit, willkürlich irgendeine Seite aufzuschlagen – und natürlich fehlen die Optik und das Gefühl, die ein „normales“ Buch ausmachen. [Ein weiterer Nachteil ist natürlich auch, dass die meisten E-Books dem Digital Rights Management unterliegen, weswegen man quasi nur eine Leselizenz erwirbt - man kann sein Buch also weder verleihen (außer mit dem E-Book Reader) noch auf einem anderen Gerät, z.B. seinem Laptop, lesen, da man die Rechte dafür nicht bekommt.]
Alles in allem finde ich: E-Book Reader sind einfach kein Ersatz für ein „richtiges“ Buch.

Andererseits bietet die Idee digitaler Bücher interessante Möglichkeiten – sie müssten nur umgesetzt werden. Wie Patrick Pricken in seinem Artikel Drei Hürden für Verlage schreibt [gefunden via pygospa]:

„Das Potential liegt aber in der Vernetzung. Ich will Bücher markieren und annotieren können und diese Markierungen und Notizen austauschen. Wenn ich einen Begriff in einem Buch lese, kann ich ihn in einem anderen nachschlagen. Ich kann Querverweise ziehen. Wenn ich in einem Krimi lese, wo ein Mord geschieht, kann ich Google Streetview öffnen und mir den Ort anzeigen. Wenn die Heldin einer Geschichte Musik hört, kann ich dasselbe Lied auf meinem Gerät abspielen. Wenn ein Ereignis geschildert wird, kriege ich das youtube-Video und den Artikel in der FAZ zu diesem Ereignis mitgeliefert. Und so weiter.“
(Quelle: freiewelt.net)

Offenbar erkennen auch die Verlage allmählich die ungenutzten Möglichkeiten von E-Book-Readern – so wurde von der US-Buchhandelskette Barnes & Noble neulich der Reader „Nook“ vorgestellt, der statt der üblichen Pfeiltasten eine dem IPhone ähnliche Bedienoberfläche aufweist und als erstes E-Book-Lesegerät eine Ausleih-Funktion für Bücher besitzt. Das ist immerhin ein Anfang.

Und vielleicht tut sich ja bald noch mehr auf dem Markt der E-Book-Reader – auch wenn ich persönlich weiterhin Bücher kaufen werde, weil sie einfach schöner sind als irgendein technisches Gerät.
Denn: es wird  niemals den Zauber perfekt glatter, weißer Seiten, denen noch der Geruch von Druckerschwärze anhaftet, bieten können; die Schönheit eines ansprechend gestalteten Covers, vielleicht mit geprägtem Titel, dessen Erhebungen man unter den Fingerspitzen fühlen kann; das Gefühl, wenn man die erste Seite aufschlägt und sich neue Welten vor einem auftun; und nicht zuletzt: der Anblick eines Regals voller Bücher, Worte auf Buchrücken, die von anderen Leben flüstern.
Und was denkt ihr?


Jekyll (Serie).

Donnerstag, 22. Oktober 2009 - 13:10

Jekyll ist eine Miniserie, die an Stevenson’s The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde anknüpft – laut ihren Schöpfern soll sie somit nicht als Adaption, sondern als Fortsetzung des Buches gesehen werden.
Hauptperson ist Dr. Tom Jackman, der sich regelmäßig in Mr. Hyde, die Verkörperung seiner schlechten bzw. animalischen Seite, verwandelt. Zu Beginn besteht eine Abmachung zwischen den beiden (Hyde weiß nichts von Jackmans Familie, im Falle eines Mordes durch Hyde würde sich Jackman der Polizei stellen und sie hinterlassen sich gegenseitig Nachrichten per Diktafon), wodurch eine weitgehend friedliche Koexistenz möglich ist – bis Jackman herausfindet, dass Hyde von einer geheimen Organisation gejagt wird.

Leider gibt es nur sechs Folgen (weswegen ich auch gar nicht viel schreiben will, um nicht zu viel zu verraten), die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen. Zu Beginn ist die Serie etwas verwirrend, spätestens in der letzten Folge werden jedoch alle offenen Fragen geklärt – und zeitweise fand ich die ständige Spannung ziemlich anstrengend (und Hyde gruselig, weil unberechenbar), aber es hat sich definitiv gelohnt, die Serie ist wirklich gut. Sehr toll fand ich vor allem, dass Hyde nicht der typische „Böse“ ist, für den man ihn anfangs hält, sondern im Laufe der Geschichte eine eigene, facettenreiche Persönlichkeit entwickelt. Definitiv sehenswert! [Allerdings ein bisschen gruselig. Meiner Meinung nach zumindest, aber ich bin auch schreckhaft. ;) ]

Und jetzt muss ich ganz dringend Stevenson’s Dr. Jekyll lesen, damit ich die Vorgeschichte in Form des Buches auch kenne.

[Noch ein Hinweis bezüglich des Wikipedia-Artikels: wenn man sich die Serie irgendwann ansehen möchte, sollte man die Episodenliste nicht lesen, da dort zu viel verraten wird, was einem die Spannung und die Überraschungseffekte zerstört.]


Sam Savage – Firmin.

Donnerstag, 22. Oktober 2009 - 11:57

firminKlappentext:
„Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.“
Firmin ist ein Buch, das für Leser geschrieben wurde, für Leute, die leidenschaftlich gern lesen und denen Bücher genauso real erscheinen wie die Wirklichkeit. Vielleicht realer.“ (Donna Leon)

Das Buch musste ich neulich in Hamburg unbedingt mitnehmen – erstens wegen des Klappentextes und zweitens wegen des Buchumschlags, der so schön passend zum Inhalt angeknabbert aussieht. [Deswegen diesmal auch auch kein Cover aus dem Internet - da ist das irgendwie nicht so - sondern ein Photo von meiner Ausgabe. Und deswegen mit Tisch.] Das Buch ist keins, das man unbedingt gelesen haben müsste, aber es ist schön [wenn auch ein wenig melancholisch] – und egal, ob man Ratten mag oder nicht, Firmin muss man einfach gern haben, allein schon dafür, dass er Literatur liebt. Firmin erzählt rückblickend seine Lebensgeschichte – vom Aufwachsen mit zwölf Geschwistern und vielen, vielen Büchern im Keller einer Buchhandlung; von seiner Liebe zur Literatur, die einen in andere Welten versetzen kann, seinen ersten Ausflügen in die Welt der Menschen und dem Versuch, so zu werden wie sie.


vorablesen.de

Dienstag, 20. Oktober 2009 - 17:11

Auf vorablesen.de werden jede Woche eine oder zwei Leseproben zu bald erscheinenden Büchern freigeschaltet – wer innerhalb einer Woche (bis zur Freischaltung des nächsten Titels) einen Leseeindruck veröffentlicht, hat die Möglichkeit, ein Rezensionsexemplar des jeweiligen Buches zu gewinnen. Voraussetzung sind lediglich die eben erwähnte Fristeinhaltung sowie die kostenlose Anmeldung auf der Website – und man muss natürlich seine Adresse hinterlegen, wenn man ein Buch geschickt bekommen möchte. ;)
Jede Woche werden 100 Rezensionsexemplare verlost; soweit ich gesehen habe, werden immer ca. 300 Leseeindrücke pro Titel veröffentlicht – die Chancen stehen also gar nicht schlecht.

Ich habe mich letzte Woche angemeldet, ein paar Zeilen zu diesem Buch geschrieben – und heute war eine Email in meinem Postfach, dass ich ein Rezensionsexemplar gewonnen habe, das demnächst per Post kommt. Sehr fein! [Vollständig überzeugt bin ich zwar erst, wenn das Buch wirklich hier ist, aber es klingt doch schonmal gut - und bisher habe ich auch nur Positives über die Website gelesen.]

Und selbst wenn man nicht ausgelost wird: die Leseproben bleiben immer eine Weile online, d.h. man kann wunderbar von zuhause aus in den ersten Seiten schmökern und sich überlegen, ob man den Schreibstil mag und das ein oder andere Buch vielleicht haben möchte, das man sonst nie entdeckt hätte.


Plage Noire: Vorfreude.

Montag, 19. Oktober 2009 - 10:33

Neulich kam der Brief mit den Kontodaten, das Geld ist nun überwiesen – somit haben wir offiziell gebucht und müssen am 13. November nur noch anreisen und einchecken. Das Plage Noire ist ein Indoor-Festival (bei Minustemperaturen natürlich genial); außerdem erfolgt die Übernachtung statt in Zelten im Hotelzimmer oder einem Appartement. Außer Konzerten werden neben dem regulären Freizeitangebot der Ferienanlage auch noch Lesungen (Emilie Autumn, Oswald Henke, Marcus Heitz) und ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten.
Da wir ein Hotelzimmer gebucht haben, ist für uns das Frühstücksbuffet inklusive und wir dürfen kostenlos ins Dünenbad und die Wellnessbereiche, das bedeutet: Festival kombiniert mit Wellnessurlaub. Sehr toll!

Leider ist noch kein Lineup draußen, somit können wir noch nicht austüfteln, wann wir wohin müssen, aber das kommt bestimmt bald. Was wir uns ansehen/-hören wollen? Auf jeden Fall Asp, Blutengel, Mono Inc, fetisch:Mensch – und alle Lesungen, hoffentlich liegt da nichts parallel.
Abgesehen vom „gewohnten“ Konzert-/Lesungsprogramm freue ich mich auch sehr auf Dünenbad (endlich wieder schwimmen gehen!), Sport-Angebot (angeblich kann man sogar Bogenschießen, das wäre sehr cool) – und natürlich die Ostsee! Es wird zwar kalt und windig sein, aber mit Glück haben wir ein Zimmer mit Meerblick und Strandspaziergänge sind auch bei kalten Temperaturen wundervoll… :)
Und, nicht zuletzt: ich muss nicht im Zelt schlafen, kann alle meine Sachen beruhigt im Zimmer lassen und muss somit nur das Nötigste mit mir herumtragen, habe ein eigenes Bad und ein gemütliches Bett  – wunderfein!