Jean-Louis Fournier – Wo fahren wir hin, Papa?

fournier_wo-fahren-wir-hinKlappentext:
„Mathieu und Thomas schlafen.
Was mögen sie für Träume haben?
Träumen sie wie die Anderen?

Nachts träumen sie vielleicht,
dass sie klug sind.
Nachts sind sie vielleicht Absolventen
einer Elitehochschule.
Nachts ergründen sie vielleicht
Gesetze, Prinzipien, Theoreme.“

„Man sollte dieses Buch nicht nacherzählen. Der Einzige, der die richtigen Worte für diese Geschichte finden kann, ist Jean-Louis Fournier.“ (Le Monde)


Das Buch kam von Vorablesen, gekauft hätte ich es mir vermutlich eher nicht – aber kostenlose Bücher werden natürlich immer gelesen.
Fournier schreibt sehr offen und ehrlich über und an seine Söhne; manchmal ist gerade sein Zynismus allerdings sehr schwer zu ertragen, auch wenn durchscheint, dass unter all seiner Verbitterung über sein Schicksal durchaus noch Liebe zu seinen Kindern da ist. Es ist ein berührendes Werk, das ja, aber es ist auch aufwühlend und teilweise, wie gesagt, bis zum Unerträglichen zynisch.
Ein Minuspunkt war für mich der Schreibstil – die Absätze sind sehr kurz, maximal ein paar Seiten; dafür gibt es keine Kapitel, was mich persönlich gestört hat, da so kein klarer Schnitt vorhanden ist, an dem man eine Pause einlegen könnte. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, das Buch ist sehr dünn – aber dann hätten wenigstens die Absätze länger sein können…
Teilweise schreibt Fournier allerdings auch wunderschön, so dass es sich letztendlich für gewisse Passagen doch lohnt, das Buch zu lesen; auch wenn ich die Lobeshymnen darüber nicht nachvollziehen kann, so sehr überzeugt hat es mich nicht – aber wer weiß, vielleicht ist daran auch einfach nur die Übersetzung schuld.

Eine Antwort zu „Jean-Louis Fournier – Wo fahren wir hin, Papa?“

  1. shekaina sagt:

    ich habe mir das buch gekauft, weil es mich angesprochen hat, weil es mal eine andere seite zeigt von dem, was man eigentlich fühlen MÜSSTE, wenn man behinderte kinder bekommt. ich mochte die art, wie er die dinge von einer anderen seite beschrieb.
    lieben gruss an dich

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