Avatar – Aufbruch nach Pandora.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Gerade in der Vorpremiere gesehen, in 3D, und: wow! Die Story an sich ist nichts Neues, aber die Farben, Bilder, Effekte… Es ist ein Fantasyfilm, der in der Zukunft spielt – die Menschen haben Bodenschätze auf einem noch naturbelassenen Planeten, Pandora, entdeckt und genau dort, wo gegraben werden soll, befindet sich der heiligste Baum und Lebensmittelpunkt des dort lebenden Volkes, der Na’vi…
Ich will gar nicht mehr zur Geschichte des Films sagen – der Film ist einfach genial. Eine Mischung aus mythischen Anspielungen, atemloser Spannung und nachdenklichen, manchmal philosophischen Momenten, Politik- und Gesellschaftskritik, dem alten Kampf zwischen Gut und Böse, umwerfenden Bildern und dem Zauber eines magischen Reiches – vielleicht ein wenig das, was passiert, wenn Realität und Traum verschwimmen und am Ende nur eine Seite wahr sein kann.

Unbedingt sehenswert! – allein schon für die traumhaften Farben, die mythische Welt Pandoras und die magischen Bilder dieser fremden Welt.
[Trailer (deutsch) - der englische ist zwar qualitativ besser, dessen Text nimmt aber zu viel vorweg. Und die taz hat einen meiner Meinung nach sehr interessanten Artikel zu Avatar geschrieben - allerdings verrät er vor dem Anschauen viel zu viel, also erst später lesen. ;)]


Winter.

Freitag, 20. November 2009

Unschön ist: es wird jetzt abends nachmittags schon so früh dunkel, dass ich immer das Gefühl habe, die Tage hätten keine Stunden mehr [wenn es dunkel wird, ist schließlich Nacht - oder so ähnlich]. Das Schöne ist, dass ich bald wieder Plätzchen backen kann, dass ich an Weihnachten dieses Jahr Schnee sehen werde und – dass im Laufe der nächsten Monate ziemlich viele interessant klingende bzw. aussehende Filme ins Kino kommen. [Anmerkung: Ich weiß bei den meisten Filmen nicht genau, worum es geht - einfach den Trailer angucken und sich überraschen lassen. :) ]

Derzeit im Kalender vermerkt:

  • New Moon (26.11.09): Die Twilight-Forsetzung, natürlich. Ich habe die Befürchtung, dass der Film wieder nicht an das Buch herankommt, aber… was soll’s. Muss ich trotzdem sehen.
    [Trailer (englisch)]
  • Avatar (17.12.09): Ich weiß nicht so wirklich, um was es genau geht – aber der Trailer sah sehr vielversprechend aus. Fantasywesen, deren Welt von den Menschen bedroht wird? However, sah genial aus.
    [Trailer (englisch)]
  • The lovely bones (21.01.10): Ein Mädchen, das nach ihrer Ermordung vom Himmel aus über ihre Familie wacht und erst Ruhe finden kann, wenn Familie und Freunde den Verlust verarbeitet haben.
    [Trailer (englisch)]
  • The imaginarium of Dr. Parnassus (07.01.10): Ehm… tja. Kuriositätenkabinett? Auf jeden Fall eine Menge absurder Bilder und Menschen.
    [Trailer (englisch)]
  • The wolfman (11.02.10): Interessant aussehender Fantasy-Film. Werwölfe und so.
    [Trailer (englisch)]
  • The road (irgendwann 2010): Nach dem gleichnamigen Buch von Cormac McCarthy, das ich vor dem Film unbedingt noch lesen muss. Amerika in Endzeitversion, ein Vater und sein Sohn auf dem Weg zur Küste, durch verbranntes, zerstörtes Land, ohne zu wissen, was sie dort erwartet.
    [Trailer (englisch)]

Filme der letzten Tage.

Dienstag, 10. November 2009

Wächter der NachtWächter der Nacht:

Romanverfilmung nach Sergej Lukianenkos „Wächter der Nacht“ – es geht um die „Anderen“, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Menschen mit übersinnlichen Begabungen, die seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen leben. Es gibt die Wächter der Nacht und die Wächter des Tages, die das Licht beziehungsweise die Finsternis repräsentieren; das Gleichgewicht wird durch einen Waffenstillstand zwischen beiden Seiten garantiert – doch eine uralte Prophezeihung besagt, dass eines Tages ein Anderer kommen wird, der mächtiger ist als alle Anderen zu vor und den Kampf zwischen Licht und Dunkel entscheiden wird.

Leider nicht ganz wie das Buch, soweit ich das in Erinnerung habe – aber ein guter, sehenswerter Film.

[Trailer]

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Waechter des TagesWächter des Tages:

Fortsetzung zu „Wächter der Nacht“. Leider noch weniger wie das Buch und sehr actionlastig – nachdem der Film allerdings den ersten Teil abschließt (mehr als die Produktion der zwei Filme war und ist in Russland offenbar nicht geplant, auch wenn es vier Bücher gibt), kann man ihn sich allerdings trotzdem ganz gut ansehen.

[Trailer gibt es derzeit leider keinen guten, folgt daher eventuell noch]

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I am SamIch bin Sam (I am Sam):

Der Kampf eines geistig behinderten Vaters um das Sorgerecht für seine Tochter, als sie sieben wird und somit seine geistigen Fähigkeiten erreicht, weswegen das Jugendamt sie in eine Pflegefamilie geben möchte.

Ein sehr berührender, schöner Film – und auf Englisch garantiert Welten besser als in der deutschen Synchronisation.

[Trailer (englisch)]


From Hell.

Donnerstag, 05. November 2009

from_hellOne day men will look back and say I give birth to the 20th century.“

Der Film basiert auf dem Graphic Novel From Hell. Es geht um die Morde Jack the Ripper’s an Prostituierten im London des 19. Jahrhunderts, die ein Inspektor namens Abberline aufklären soll, der durch seinen Opium-Konsum Visionen von den Morden hat.
Das Geniale am Film ist, dass er nicht nur ein spannender Thriller ist, sondern gleichzeitig die Lebensumstände seiner Zeit und den Beginn der Medialisierung (vor allem die Vermarktung von Grauen als Sensation durch die Boulevardpresse) und des Antisemitismus beleuchtet – in einem gewissen Sinne wird somit zwischen Dreck und Elend des Slums in Whitechapel der Keim der heutigen Gesellschaft dargestellt.

Sehr sehenswert!

[Trailer folgt noch. Wikipedia-Link nicht, der verrät zuviel - aber der Amazon-Text (klick aufs Bild) ist ganz gut.]


Jekyll (Serie).

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Jekyll ist eine Miniserie, die an Stevenson’s The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde anknüpft – laut ihren Schöpfern soll sie somit nicht als Adaption, sondern als Fortsetzung des Buches gesehen werden.
Hauptperson ist Dr. Tom Jackman, der sich regelmäßig in Mr. Hyde, die Verkörperung seiner schlechten bzw. animalischen Seite, verwandelt. Zu Beginn besteht eine Abmachung zwischen den beiden (Hyde weiß nichts von Jackmans Familie, im Falle eines Mordes durch Hyde würde sich Jackman der Polizei stellen und sie hinterlassen sich gegenseitig Nachrichten per Diktafon), wodurch eine weitgehend friedliche Koexistenz möglich ist – bis Jackman herausfindet, dass Hyde von einer geheimen Organisation gejagt wird.

Leider gibt es nur sechs Folgen (weswegen ich auch gar nicht viel schreiben will, um nicht zu viel zu verraten), die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen. Zu Beginn ist die Serie etwas verwirrend, spätestens in der letzten Folge werden jedoch alle offenen Fragen geklärt – und zeitweise fand ich die ständige Spannung ziemlich anstrengend (und Hyde gruselig, weil unberechenbar), aber es hat sich definitiv gelohnt, die Serie ist wirklich gut. Sehr toll fand ich vor allem, dass Hyde nicht der typische „Böse“ ist, für den man ihn anfangs hält, sondern im Laufe der Geschichte eine eigene, facettenreiche Persönlichkeit entwickelt. Definitiv sehenswert! [Allerdings ein bisschen gruselig. Meiner Meinung nach zumindest, aber ich bin auch schreckhaft. ;) ]

Und jetzt muss ich ganz dringend Stevenson’s Dr. Jekyll lesen, damit ich die Vorgeschichte in Form des Buches auch kenne.

[Noch ein Hinweis bezüglich des Wikipedia-Artikels: wenn man sich die Serie irgendwann ansehen möchte, sollte man die Episodenliste nicht lesen, da dort zu viel verraten wird, was einem die Spannung und die Überraschungseffekte zerstört.]


Loose Change (Final Cut).

Freitag, 16. Oktober 2009

Loose change ist ein Amteur-Dokumentarfilm über die Anschläge des 11. September 2001 und die Ungeheimtreiten der offiziellen Version der Hintergründe und Vorgänge. Die These des Films besagt, dass 9/11 ein von Kreisen der US-Regierung geplanter „Inside Job“ war, der von ebendieser durchgeführt oder zumindest gebilligt wurde, um einen Rechtfertigungsgrund für den „war on terror“ zu liefern.

Nicht alles, was im Film behauptet wird, muss den Tatsachen entsprechen, das ist klar – aber es gibt einige Dinge, die an der offiziellen Erklärung auffällig sind. [Wieso stürzt ein Turm aus massivem Stahl und Beton, der dazu konzipiert wurde, auch den Einschlag durch ein Flugzeug zu überstehen, aufgrund eines einzigen Flugzeugeinschlages ein - und das in so kurzer Zeit? Wenn wirklich ein Flugzeug ins Pentagon gesteuert wurde - wo ist dann das Flugzeug? Wieso widerrufen sämtliche Wissenschaftler und sonstigen Experten ihre zunächst kritischen Aussagen bezüglich der offiziellen Meldungen nach kurzer Zeit? Was ist mit den Augenzeugenberichten, nach denen vor der Kollision des Flugzeugs Explosionen zu hören waren? Und warum ist ausgerechnet an diesem Tag ein Großteil der NORAD damit beschäftigt, eine Übung für den Fall, dass Flugzeuge entführt und als Angriffswaffe genutzt werden durchzuführen, weswegen keine Luftabwehr stattfindet?]

Ich persönlich finde den Film sehr interessant; vor allem da er eine andere Sichtweise auf die Ereignisse ermöglicht, die nicht der Darstellung der Massenmedien entspricht (die nunmal doch nicht so unabhängig und neutral berichten, wie sie vorgeben). Mit der sinkenden Glaubwürdigkeit der US-Regierung unter Bush jr. haben die Zweifel an der offiziellen Untersuchung/Darstellung außerdem konstant zugenommen – im Irak waren nun schließlich auch entgegen der kriegsauslösenden Behauptungen keine Massenvernichtungswaffen vorhanden…

Den Film gibt es u.A. bei youtube und Google Video, hier den offiziellen Trailer zu Loose Change Final Cut. (Ich kenne bisher nur die 2nd Edition des Films komplett – vom Final Cut habe ich nur einen Teil gesehen, als letztgültige Version sollte sie jedoch besser umgesetzt und strukturiert sein.)

[Noch eine kurze Info hinterher: Seitdem ich dieses Buch (Tim Weiner - CIA. Die ganze Geschichte.) gelesen habe, traue ich der CIA so ziemlich alles zu. Und Kriege samt dafür nötigem Feindbild waren immer schon eine vielgenutzte Strategie, um von innenpolitischen Problemen abzulenken oder Einheit in der Bevölkerung zu schaffen.]


Worth reading.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Meine Lieblingsbücher der letzten Zeit. [bei fremdsprachigen Titeln gilt wie immer: ich weiß nicht, ob die Übersetzung gut ist, also lieber das Original lesen, sofern möglich ;) ]

bookthiefMarcus Zusak – The book thief

Liesel, die mit neun Jahren am Grab ihres Bruders das erste Mal dem Tod begegnet – und ihr erstes Buch stielt, das „Handbuch für Totengräber“, mit dem sie später lesen lernen wird.
Die Geschichte ihres Lebens wird aus der Sicht des Todes erzählt (der zumindest bei Marcus Zusak wunderbar schreiben kann), aus der Sicht des Todes, der in diesem Fall ein Herz für die Menschen hat („Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss? [...] Es sind die Überlebenden.“), besonders für Menschen wie Liesel, die Bücher lieben. Liesel wächst zur Zeit des Hitler-Regimes auf, in einer Welt, die Bücher verbrennt und Menschen für ihre Religionszugehörigkeit verfolgt, was sie beides nicht verstehen kann – genauso wenig wie die Tatsache, warum sie nicht bei ihrer Mutter bleiben kann, sondern in eine Pflegefamilie gegeben wird.

„The book thief“ ist wundervoll geschrieben; ein Roman über den Schutz, den einem Bücher geben können, wenn die Welt in Trümmern liegt, über Liesels Leben und die Magie der Worte.
Berührend, zauberhaft, lesenswert.

* * *

kiterunnerKhaled Hosseini – The kite runner

Eine Freundschaft zwischen zwei Jungen ungleicher Herkunft, Amir und Hassan; eingewoben in die Geschichte Afghanistans, das einst ganz anders war als heute.
Die Geschichte wird rückblickend von Amir erzählt, der inzwischen seit über 20 Jahren in Amerika lebt und nun beginnt, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, die ihn immer noch schmerzvoll verfolgt.
Während Amir und sein Vater reich und angesehen sind, gehören Hassan und dessen Vater Ali den Hazara an, einer Minderheit in Afghanistan, die zu dieser Zeit die Dienerschicht darstellt. Trotz ihrer unterschiedlichen Position in der Gesellschaft sind die beiden Jungen Freunde, die zusammen ihre Kindheit verbringen, im Kino die ersten amerikanischen Filme sehen und Drachenturniere bestreiten – bis die Freundschaft an Furcht und Eifersucht zerbricht. In der Jetzt-Zeit des Romans bekommt Amir schließlich eine Chance, das damals Geschehene wieder gut zu machen („There is a way to be good again.“), wofür er zurück ins inzwischen Taliban-beherrschte Afghanistan reisen muss…

Ich fand das Buch vor allem deswegen sehr interessant, weil ich außer den in den Nachrichten kursierenden Meldungen quasi nichts über Afghanistan und seine Geschichte wusste, nichts über den Krieg, die Diskriminierung und den Mord an den Hazara, nichts über den Wandel dieses Landes, durch den es jetzt in der Hand militanter Gruppierungen ist – abgesehen davon ist aber auch die Geschichte der beiden Jungen sehr berührend.

* * *

igelMuriel Barbery – Die Eleganz des Igels (L’élégance du hérisson)

Die Geschichte von Renée, einer überaus gebildeten Concierge, die ihr Bücherzimmer vor der Welt versteckt und vortäuscht, dem Proletariat anzugehören und Paloma, der zwölfjährigen, ziemlich altklugen Tochter reicher Eltern, die an ihrem dreizehnten Geburtstag Suizid begehen möchte, um kein vorbestimmtes Leben „im Goldfischglas“ führen zu müssen, das sich ihrer Meinung nach nicht lohnt. Während Paloma Renées Täuschung längst durchschaut hat, glauben die anderen Hausbewohner an das Bild der ungebildeten, klischeehaften Concierge – bis eines Tages Monsieur Ozu einzieht und die Welt von René und Paloma verändert.

Allein schon für den genialen Klappentext lohnt sich das Buch – die beiden Hauptfiguren erzählen von ihrem Leben in Paris, japanischen Mangas, Weltliteratur, den Nachbarn, Philosophie, Kunst, Musik, Gott und der Welt. Sehr toll!
Das Original soll laut Kritiken wesentlich besser sein als die deutsche Übersetzung, dazu kann ich bisher allerdings nichts sagen, da ich das französische Buch (leider noch) nicht gelesen habe – ich mochte aber auch die deutsche Variante sehr gerne. Es ist eine wunderbare Gesellschaftssatire voll Ironie und schwarzem Humor – den man allerdings mögen muss.

Hierzu gibt es auch eine wunderbare Verfilmung (Le hérisson), bisher allerdings nur auf französisch, soweit ich weiß (ich habe den Film auf dem Rückflug von Canada gesehen, sonst wüsste ich vermutlich nichts davon) – ein wenig haben mir die Gedankeneinblendungen Palomas gefehlt, die im Film nicht so gut rüberkommen wie im Buch, aber generell fand ich die Geschichte sehr gut umgesetzt und ebenso wunderbar wie das Buch.
Wer französisch kann: unbedingt ansehen! Aber erst nach dem Lesen. ;)


Film-/Buchempfehlungen.

Montag, 12. Oktober 2009

Weil ich gerade meine Listen durchgehe, was ich noch sehen bzw. lesen will:

Was habt ihr so an Empfehlungen? :)


Sieben Leben.

Sonntag, 13. September 2009

Und noch ein guter Film, gestern Abend gesehen: Sieben Leben (Originaltitel: Seven Pounds).

Ich wusste zuvor gar nichts über den Inhalt des Films, im Trailer wird quasi nichts verraten – und das ist auch gut so. Anfangs bleibt man als Zuschauer über die Hintergründe und Chronologie der Handlung im Dunkeln, nach und nach ergeben sämtliche Andeutungen jedoch einen Sinn und fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, während der Film auf sein Finale zuläuft.
Ich fand den Film emotional sehr berührend und gleichzeitig spannend – er ist gut gemacht und auf jeden Fall sehenswert. (Nur die genaue Handlung sollte man davor nicht kennen, sonst funktioniert das Prinzip des Films nicht.)

[Official trailer (deutsch)]


District 9.

Samstag, 12. September 2009

district-9Wir waren gestern im Kino, in District 9 – ein sehr interessanter Film.
1982 landen die ersten Aliens auf der Erde; ihr Raumschiff stoppt über Johannesburg in Südafrika. Da sie nicht auf ihren Heimatplaneten zurückkehren können, werden sie vorübergehend in einem Flüchtlingslager, im sogenannten District 9, untergebracht, in dem sich bald slumähnliche Zuständige entwickeln. Jetzt, 30 Jahre später, ist die MNU (Multinational United), ein privates Militär- und Sichterheitsunternehmen, für die Überwachung der insektoiden, relativ primitiv anmutenden Aliens zuständig. Zur Sicherheit der menschlichen Bevölkerung sollen die inzwischen knapp 2 Millionen Aliens – gegen ihren Willen – nun in District 10, ein Camp 200 km außerhalb der Stadt, umgesiedelt werden, wobei die Situation unter der Leitung des MNU-Agenten Wikus van de Merwe sehr bald eskaliert.

Der Film ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Science-Fiction und Drama, wobei in der ersten Hälfte sehr viel mit Dokumentarfilm-Elementen gearbeitet wird (Interviews von Zeitzeugen, Ausschnitte aus Nachrichtensendungen); in der zweiten Hälfte dominieren actionlastige Szenen. District 9 nimmt das Thema der Diskrimierung und Verfolgung auf und mischt dabei historische Bezüge (z.B. Apartheid in Afrika) mit aktuellen Verweisen (z.B. Nahost-Konflikt) – es lassen sich aber noch unzählige weitere Bezüge zu politischem Geschehen aus Vergangenheit und Gegenwart herstellen. Teilweise ist der Film in der Darstellung von Gewalt ziemlich brutal, was den Film sehr authentisch wirken lässt; die Zukunftsversion der Produzenten ist nicht so schön sauber und steril wie der Großteil aller Star Trek – Folgen ;). Die Authentizität wird zudem noch durch die Kameraführung unterstützt, die zeitweise sehr wackelig ist und einem suggeriert, mitten im Geschehen zu sein.
Insgesamt ergibt der Mix aus Dokumentarfilm, Sci-Fi, Action und sozialpolitischer Kritik letztendlich einen definitiv sehenswerten Film – District 9 war in den USA offenbar ein Überraschungserfolg und hat sein Lob meiner Meinung nach verdient.

[Official trailer (englisch) ]