Plage Noire: Freitag, 13.11.09

Mittwoch, 18. November 2009

[Vorwarnung: das wird ein ziemlich langer Eintrag. :) ]

Freitag Morgen, es regnet in Husum [wer hätte das gedacht?] – somit mit dem Taxi zum Bahnhof, per Zug weiter nach Kiel, dort Frühstück kaufen und in den Bus einsteigen, der uns zum Weissenhäuser Strand bringen soll. Wir hatten auf einen gemütlichen Reisebus gehofft, nachdem wir immerhin einundhalb Stunden fahren müssen; leider ist es ein normaler Rüttel-Schüttel-Linienbus – aber nun gut. Leider Nummer zwei: Theoretisch hält die Linie direkt am Weissenhäuser Strand – aber natürlich nur dreimal am Tag und nicht dann, wenn wir fahren müssen, das bedeutet Durchfahren bis Oldenburg und von dort wieder 10 Minuten zurück. Macht nichts, der Umweg war eingeplant und wir sind pünktlich um 14 Uhr an der Ferienanlage zum Einchecken.

Uns begrüßt eine Miniatur der Anlage, sogar mit netten kleinen Beschilderungs-Schildchen:

Leider stehen wir erst einmal an der falschen Rezeption [es gibt zwei - eine für die Appartements und Bungalows, eine für das Hotel], da die schwarzen Menschen um uns herum offenbar alle Appartements gebucht haben – aber so sehen wir auf der Suche nach der Hotelrezeption schon einmal die Anlage und das spätere Festivalgelände. Wie gut, dass die Security-Menschen noch nicht da sind, Bändchen gibt es erst an der Rezeption und sonst müssten wir außenrum laufen. Ungefähr 10 Minuten später haben wir dann aber das Hotel gefunden – sieht doch gar nicht schlecht aus, oder?


An der Rezeption erhalten wir unsere Schlüsselkarten, einen Gutschein für zwei Bademäntel für das Wochenende [sehr fein!], die wir auf dem Weg zum Zimmer gleich abholen; Gimmicks vom Veranstalter, einen großen Lageplan, auf dem man alles lesen kann [kleinere lagen davor schon aus] – und es gibt Geld zurück, da die Preise nachträglich vom Veranstalter noch gesenkt wurden.

Und nun natürlich erst einmal: Zimmer erkunden!
Der Blick vom Eingang aus und das Bad…

Bett, Sitzecke, Balkon…

Leider ist die Minibar leer – schade.

Aber dafür können wir nun den Inhalt unserer Plage Noire-Tasche begutachten: Zillos [von 2007? Whatever...], ein RedBull-Shot, ein Schlüsselband und vier [!] Frisbees. Die erste ist leider schon am ersten Tag verschwunden, sehr merkwürdig – aber ich glaube fast, der Zimmerservice hat sie irgendwo rumliegend gefunden und weggeworfen. ;)

Und nun müssen wir natürlich das Schwimmbad nutzen, bevor um 17 Uhr das erste Konzert beginnt. [Es gibt leider nur ein Photo vom Eingang, aber von innen war das Schwimmbad auch ganz hübsch. ;) ]

Frisch geduscht geht es los zum Festivalgelände – noch nicht viel los bisher… und hier soll ein Gothic-Festival stattfinden? Wir sind gespannt.

Hihi, sie haben nicht nur die Säulen, sondern auch den Adventskranz mit schwarzen Tüchern verhängt.

Das erste Konzert: Mono Inc.
Zuletzt hatten wir sie als Vorband beim ASP-Konzert erlebt und wie auch dort war das Konzert diesmal sehr toll – bzw. sogar toller, weil länger. Und sie haben alle meine Lieblingslieder gespielt! [Unter Anderem das absolut hörenswerte Get some sleep, das auch mein Liebster sehr toll findet. :) ]

Anschließend geht es zu Persephone. Im Gegensatz zum großen Zelt, in dem Mono Inc. eben gespielt haben, ist der Saal sehr klein – was zu diesem Konzert aber perfekt passt. Tolle Atmosphäre, die Sängerin liegt einem teilweise im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen, publikumsnäher geht wirklich kaum – wow! [Persephone ist das Nebenprojekt von Sonja Kraushofer, der Sängerin von L'âme Immortelle.]

Und dann, was wir unbedingt sehen wollten – fetisch:Mensch. fetisch:Mensch ist das neue Projekt von Oswald Henke, der davor Sänger [bzw. wie er sich selbst bezeichnet: Sprecher] und Mastermind bei Goethes Erben war. Bühnenshow und Texte sind jedes Mal wieder umwerfend – besonders bei so einer kleinen Bühne, wo er immer wieder mitten im Publikum war und ab und zu sogar diverse Leute an den Schultern gepackt hat. Sehr geniales Konzert!

Nach inzwischen drei Konzerten folgt nun zur Abwechslung eine Lesung – und zwar von Markus Heitz. Ich muss zugeben, dass ich bisher nichts von ihm gelesen habe – aber vielleicht ändert sich das ja demnächst. Heitz erzählte über den Volksglauben bezüglich Vampiren in früheren Zeiten, bevor er ein Kapitel aus seiner noch unveröffentlichten Fortsetzung zu „Kinder des Judas“ vorlas – hat Spaß gemacht! Ein wenig erschreckend fand ich, dass es selbst heute noch eine Organisation gibt, die an die Existenz von Vampiren glaubt – lustig daran war allerdings, dass ebenjene Organisation einen Fragebogen zum Selbsttest entwickelt hat und eine der Fragen lautet „Ist ihre überwiegende Kleidung schwarz?“. Man muss nur eine Frage mit ja beantworten, um ein Vampir zu sein… verdammt. :D

Markus Heitz war so freundlich, seine Lesung kürzer zu halten als geplant, denn danach spielt der Headliner des Abends: ASP!
Leider hauptsächlich Standard-Lieder, war ja auch ein Festival und keine Tour – aber dennoch, tolles Konzert, noch einmal tanzen, springen, mitsingen – sehr fein!

Und weil wir gehört hatten, dass sie ganz gut sein soll, haben wir nach ASP noch eben einen Abstecher zu Anne Clark gemacht – war aber nicht so unseres, daher sind wir nach ungefähr 15 Minuten wieder gegangen.

Und nun: ab ins Bett!


Nur ganz kurz:

Sonntag, 15. November 2009

Ich bin wieder da, das Festival war genial [!] (auch wenn ich mich erkältet habe, nicht angezogener warmer Jacke sei Dank – aber wenn man nur 500 Meter vom Hotel bis zum Festivalgelände laufen muss, wo dann sowieso alles überdacht ist, lohnt sich eine Jacke für den Weg auch nicht… eigentlich) – Photos und Bericht folgen, mit etwas Glück schon morgen; zumindest, wenn ich früher von der Uni nach Hause fahre und die „ich muss nur anwesend sein, ohne dass es kontrolliert wird“-Vorlesung ausfallen lasse, um mich zuhause gesund zu schlafen (und Zeit zu haben).


Morgen!

Donnerstag, 12. November 2009

Ich bin gestresst und müde, irgendwie bestand mein freier Tag gestern auch fast nur aus Unikram und Haushaltssachen; heute habe ich daher ein Seminar ausfallen lassen und bin zwei Stunden früher nach Hause gefahren, ich brauche Zeit.

Nun noch packen, bald ins Bett fallen – und morgen früh los Richtung Weissenhäuser Strand zum Plage Noire.
Ich freu’ mich!


Filme der letzten Tage.

Dienstag, 10. November 2009

Wächter der NachtWächter der Nacht:

Romanverfilmung nach Sergej Lukianenkos „Wächter der Nacht“ – es geht um die „Anderen“, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Menschen mit übersinnlichen Begabungen, die seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen leben. Es gibt die Wächter der Nacht und die Wächter des Tages, die das Licht beziehungsweise die Finsternis repräsentieren; das Gleichgewicht wird durch einen Waffenstillstand zwischen beiden Seiten garantiert – doch eine uralte Prophezeihung besagt, dass eines Tages ein Anderer kommen wird, der mächtiger ist als alle Anderen zu vor und den Kampf zwischen Licht und Dunkel entscheiden wird.

Leider nicht ganz wie das Buch, soweit ich das in Erinnerung habe – aber ein guter, sehenswerter Film.

[Trailer]

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Waechter des TagesWächter des Tages:

Fortsetzung zu „Wächter der Nacht“. Leider noch weniger wie das Buch und sehr actionlastig – nachdem der Film allerdings den ersten Teil abschließt (mehr als die Produktion der zwei Filme war und ist in Russland offenbar nicht geplant, auch wenn es vier Bücher gibt), kann man ihn sich allerdings trotzdem ganz gut ansehen.

[Trailer gibt es derzeit leider keinen guten, folgt daher eventuell noch]

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I am SamIch bin Sam (I am Sam):

Der Kampf eines geistig behinderten Vaters um das Sorgerecht für seine Tochter, als sie sieben wird und somit seine geistigen Fähigkeiten erreicht, weswegen das Jugendamt sie in eine Pflegefamilie geben möchte.

Ein sehr berührender, schöner Film – und auf Englisch garantiert Welten besser als in der deutschen Synchronisation.

[Trailer (englisch)]


Kennzeichnung von Polizeibeamten.

Samstag, 07. November 2009

Vor allem seit den Vorkommnissen auf der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin vor ca. zwei Monaten war die Kennzeichnung von Polizeibeamten zur Verhinderung von Polizeigewalt Gesprächsthema – laut taz-Artikel von heute tut sich dahingehend inzwischen sogar mehr.
Bislang waren die Forderung von den Innenministern der Länder stets abgelehnt worden; in Berlin werden nun aber ab nächstem Jahr alle Polizeibeamten mit einer individuellen Nummer gekennzeichnet, um im Falle ungerechtfertigter Gewalt gegen Demonstranten etc. besser ermitteln zu können. Auch Brandenburg, Bremen und Sachsen-Anhalt sind gegenüber der Idee aufgeschlossen – ansonsten stehen die Länder dem Vorschlag jedoch nachwievor ablehnend gegenüber, teilweise mit etwas obskuren Begründungen. In Mecklenburg-Vorpommern z.B. geht man davon aus, dass „Polizeibeamte nach Recht und Gesetz handeln“, was zwar in den meisten Fällen stimmt – aber nunmal nicht in allen.
Dass Namensschilder abgelehnt werden, ist verständlich – aber eine generelle Identifizierungsmöglichkeit sollte meiner Meinung nach doch bestehen. In Krankenhäusern ist das Personal schließlich auch verpflichtet, durch Namensschilder identifizierbar zu sein, falls ein Patient Beschwerde gegen unangemessenes Verhalten oder ähnliches einreichen möchte – in der Psychiatrie ist das manchmal etwas unschön, wenn Patienten mit Psychosen deinen Namen wissen und dich in ihre Wahnvorstellungen einbauen können; aber der Grund für die Schildchen ist definitiv gerechtfertigt. [Laut meinen damaligen FSJ-Kollegen ist es auch sehr selten, dass dadurch Unannehmlichkeiten für das Personal entstehen. Man sollte halt lieber nicht im Telefonbuch stehen, aber das bringt der Beruf mit sich.]

Berlin ist ein erster Schritt – ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Und hoffentlich gibt es irgendwann eine bundesweite Regelung, durch die Übergriffe durch Polizisten verhindert werden oder zumindest rückwirkend zur Anzeige gebracht werden können.


Nacht des Wissens, Hamburg.

Freitag, 06. November 2009

Morgen findet in Hamburg die 3. Nacht des Wissens statt. Von 17:00 bis 24:00 Uhr sind knapp 60 wissenschaftliche Einrichtungen für Besucher geöffnet; man kann sich dort Ausstellungen ansehen oder Vorträge anhören, teilweise gibt es auch Workshops – und die ganze Zeit über fahren kostenlose Shuttle-Busse zwischen den verschiedenen Einrichtungen.

Am Sonntag ist außerdem der letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres – es wäre also ein perfektes Wochenende. Einziges Problem: der Liebste muss lernen und ich wollte werde an meiner Hausarbeit arbeiten. Somit: vielleicht nächstes Jahr.


From Hell.

Donnerstag, 05. November 2009

from_hellOne day men will look back and say I give birth to the 20th century.“

Der Film basiert auf dem Graphic Novel From Hell. Es geht um die Morde Jack the Ripper’s an Prostituierten im London des 19. Jahrhunderts, die ein Inspektor namens Abberline aufklären soll, der durch seinen Opium-Konsum Visionen von den Morden hat.
Das Geniale am Film ist, dass er nicht nur ein spannender Thriller ist, sondern gleichzeitig die Lebensumstände seiner Zeit und den Beginn der Medialisierung (vor allem die Vermarktung von Grauen als Sensation durch die Boulevardpresse) und des Antisemitismus beleuchtet – in einem gewissen Sinne wird somit zwischen Dreck und Elend des Slums in Whitechapel der Keim der heutigen Gesellschaft dargestellt.

Sehr sehenswert!

[Trailer folgt noch. Wikipedia-Link nicht, der verrät zuviel - aber der Amazon-Text (klick aufs Bild) ist ganz gut.]


Hamburg.

Sonntag, 01. November 2009

Mein Wochenende:


Zwischenmeldung.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Lange Unitage sind anstrengend.
Immerhin, ich war dank verkürztem Seminar eine Stunde früher zuhause – aber es ist doch seltsam, die Haustür zu öffnen, sich umzuziehen und beim Blick auf die Uhr eine 22 vor dem Doppelpunkt zu lesen. Die DHL war natürlich da, während ich nicht da war, somit muss ich morgen früh noch zur Post, bevor ich zur Uni fahre – aber dann ist Wochenende, nur noch eine Vorlesung bis dorthin.

Müde.


Schwarz-gelb #2.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Eigentlich klingt das alles ja gar nicht so übel, wenn man von noch mehr Staatsschulden, Atomkraftwerken etc. einmal absieht.
Aber wenn ich dann sowas sehe, kommt mir doch wieder das Gruseln…